Restaurierung der Arp-Schnitger-Orgel

Oederquart, 1. März 2017

In der St. Johanniskirche zu Oederquart wird bald die vorletzte noch nicht fertig restaurierte Arp-Schnitger-Orgel in altem Glanz erstrahlen. Mit ihrer gemeinsamen Spende in Höhe von 11.500 Euro schließen die Ostfriesische Volksbank eG, zu der die Volksbank Kehdingen gehört, und die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland die Lücke zur Finanzierung des letzten Bauabschnitts. Die Genossenschaftsbank trägt dazu 1.500 Euro bei, die VR-Stiftung 10.000 Euro.

Förderung eines besonderen Kulturgutes

Joachim Fecht, Vorstandsmitglied der Ostfriesische Volksbank eG, und Dietmar Bruß, Bereichsleiter Firmenkunden in Kehdingen, übergaben den symbolischen Spendenscheck am Donnerstag an Wolf-Christian von Uslar-Gleichen, Vorsitzender Förderverein Arp-Schnitger-Orgel der St. Johanniskirche zu Oederquart, und Marlies Ahlf, Vorsitzende des Kirchenvorstandes. „Die Arp-Schnitger-Orgel ist ein besonderes Kulturgut, das es zu erhalten gilt. Daher unterstützen wir die Arbeit des Fördervereins, Kirchenvorstandes und Kreiskirchenamtes sehr gerne“, betonte Joachim Fecht.

Antrag auf Anerkennung als Weltkulturerbe

Der Förderverein der Arp-Schnitger-Orgel setzt sich bereits seit 2013 für die Restaurierung und Rekonstruktion des Instruments ein. Der Orgelbaumeister Arp Schnitger (1648-1719) hat die norddeutsche Barockorgel zu Lebzeiten perfektioniert. Von den circa 160 Orgeln, die unter seiner Leitung erschaffen und über die deutschen Grenzen hinaus aufgebaut wurden, existieren heute nur noch 35 Exemplare. Wegen ihrer stilbildenden Bedeutung wird sogar ein länderübergreifender Antrag auf Anerkennung als Weltkulturerbe für die heute noch bestehenden Werke vorbereitet.

Gesamtkosten von rund 660.000 Euro

Für die in drei Bauabschnitte aufgeteilte Gesamtmaßnahme konnte der renommierte Orgelbaumeister Rowan West aus Ahrweiler gewonnen werden. Die Kosten für die komplette Restaurierung belaufen sich auf rund 660.000 Euro.

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