Corona-Überbrückungshilfe

Weitere Liquiditätshilfen für Unternehmen

Viele Unternehmen mussten im Zuge der Corona-Krise den Geschäftsbetrieb einstellen oder stark einschränken. Der Bund unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen mit der Corona-Überbrückungshilfe. So sollen während der Pandemie verzeichnete Umsatzrückgänge abgemildert und wirtschaftliche Existenzen gesichert werden. Der Bund stellt im Rahmen eines umfassenden Konjunkturpakets insgesamt rund 25 Milliarden Euro bereit.

Wer hat Anspruch auf Corona-Überbrückungshilfe?

Einen Anspruch auf Corona-Überbrückungshilfe haben Unternehmen und Organisationen jeder Branche, wenn sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren. Zudem muss der Umsatz in April und Mai 2020 gegenüber den Monaten April und Mai 2019 um mindestens 60 Prozent zurückgegangen sein. Antragsberechtigt sind ebenso Soloselbstständige, Freiberufler sowie gemeinnützige Unternehmen und Einrichtungen – sofern sie die Programmvoraussetzungen erfüllen.

Die Überbrückungshilfe konnte zunächst für die drei Monate Juni, Juli und August 2020 beantragt werden. Die Frist zur Antragstellung in dieser ersten Phase läuft nach Verlängerung noch bis zum 30. September. Zudem hat der Bund nun eine zweite Phase der Corona-Überbrückungshilfe beschlossen. Diese umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge dafür können voraussichtlich ab Oktober diesen Jahres gestellt werden. Sie müssen durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer über ein bundeseinheitliches Online-Portal erfolgen. Die Antragsbearbeitung erfolgt in den Bewilligungsstellen der Länder.

Höhe der Überbrückungshilfe

Wie viel Überbrückungshilfe Sie erhalten, richtet sich nach Ihrem erlittenen Umsatzrückgang und Ihren betrieblichen Fixkosten – wie zum Beispiel Mieten und Pachten, Kosten für Auszubildende und Grundsteuern. Die Berechnung erfolgt nach diesem Prinzip:

  • Wenn Sie im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahr mindestens 40 Prozent Umsatzrückgang verzeichnen bzw. verzeichnet haben, erhalten Sie bis zu 40 Prozent der Fixkosten vom Bund zurück.
  • Wenn Sie im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahr mindestens 50 Prozent Umsatzrückgang verzeichnen bzw. verzeichnet haben, werden Ihnen bis zu 50 Prozent der Fixkosten erstattet.
  • Wenn Sie im Fördermonat einen Umsatzrückgang von mindestens 70 Prozent beklagen müssen bzw. mussten, erhalten Sie bis zu 80 Prozent der Fixkosten zurück.

Maximale Fördersummen

Die maximale Höhe der Corona-Überbrückungshilfe liegt bei 50.000 Euro pro Monat für höchstens drei Monate. Kleinunternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten und Selbstständige erhalten maximal 3.000 Euro monatlich für höchstens drei Monate. Bei Unternehmen und Organisationen mit bis zu zehn Beschäftigten liegt der Erstattungsbetrag bei maximal 5.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch die zuständigen Behörden nicht ersetzen.